Psychotherapie

Psychotherapie: Wie läuft das ab? 
Vor der Entscheidung für eine Psychotherapie steht das gegenseitige Kennenlernen, das nicht nur Diagnose und Indikationsentscheidung ermöglichen soll, sondern auch dem Ziel dient, herauszufinden, ob "die Chemie stimmt", ob Sie als Patientin oder Patient sich mit mir als Therapeutin wohlfühlen.

In der Therapie geht es um Sie, darum, wie Sie Ihre Belastungen wahrnehmen, verarbeiten und darauf reagieren. Sich mit den hinderlichen wie hilfreichen eigenen Denk- und Verhaltensmustern zu zeigen und auseinander zu setzen erfordert Vertrauen, daher sollten Sie in den ersten Sitzungen darauf achten, ob Sie sich bei mir öffnen können und eine Therapie bei mir beginnen möchten oder ob ein Erstgespräch bei einem anderen Therapeuten oder einer anderen Therapeutin sinnvoll ist.

In den folgenden Sitzungen wird gemeinsam ein Störungsmodell erarbeitet, d.h. ein Verständnis dafür, wie die Störung entstanden ist und wodurch sie aufrecht erhalten wird. Aus diesem Modell werden Therapieziele abgeleitet.

Dann geht es um die Umsetzung. Welche Lösungswege erfolgreich sein werden, wissen wir erst, nachdem Sie es (meist sehr viel öfter als einmal!) ausprobiert haben.

Ich bin die Expertin dafür, diesen Prozess zu strukturieren, in dem neue Wege aus einer verfahren erscheinenden Situation sichtbar werden und die Abschnitte auf dem Weg aus dem Sumpf realisierbar sind, die Ziele und Zwischenziele also weder zu bescheiden, noch zu anspruchsvoll gesteckt werden.

Sie sind derjenige, der im Alltag Erfahrungen sammelt, und diese Erfahrungen mit alternativen Verhaltensweisen (Schritten auf dem möglichen Weg aus dem Sumpf) wieder mitbringt in die therapeutischen Sitzungen, wo wir sie besprechen. Das kann sowohl eine Einzelsitzung, als auch eine Gruppensitzung sein (mehr zum Thema Gruppensitzungen hier: Gruppen)

Das heißt: Sie sind der Inhaltsexperte, denn es ist Ihr Sumpf. Ich bin die Psychotherapie-Expertin, ich kenne zwar nicht den Sumpf, aber wie der Geograph bei der Erforschung eines noch unbekannten, gerade erst entdeckten Landstrichs sehr nützlich ist, auch wenn er - wie der Rest der Expeditionsteilnehmer - gerade zum ersten Mal einen Fuß auf diesen Landstrich gesetzt hat, so kann ich Sie als diejenige, die über Sümpfe, Moore und Moraste Bescheid weiß, praktisch unterstützen. Wir arbeiten miteinander, als zwei Expert:innen.

Was es braucht: Die Entscheidung und den Mut, trotz Angst und Bedenken, Alternativen auszuprobieren, im Handeln und im Denken sein Weltbild und sein Selbstbild zu überprüfen und bei Bedarf zu korrigieren. Also: neue Wege zu gehen.

Die Verhaltenstherapie kann ganz praktisch einen großen Beitrag dazu leisten, Stress abzubauen, mehr Lebensfreude zu entwickeln, Gefühle besser verstehen und steuern zu lernen sowie Körper und Geist miteinander in Einklang zu bringen.

Voraussetzung für einen anhaltenden Therapieerfolg ist die Fähigkeit, sich trotz der bestehenden Belastung mit sich selbst und seiner Situation auseinander zu setzen. Auch wenn viele Faktoren von außen die momentane Befindlichkeit verursacht haben, geht es in einer Psychotherapie darum, die gegenwärtige (und vergangene) Situation zu verstehen und eigene Einflussmöglichkeiten zu entdecken. Wir reden also nicht nur darüber, wie es Ihnen geht, sondern vor allem darüber, wie die Umsetzung der Dinge, die Sie verändern möchten, funktioniert hat, welche Wege Sie außerdem ausprobieren können, und was Sie, wenn das geklappt hat, als nächstes verändern möchten und wie das gelingen kann. Motto: "Suche in jedem Problem oder Dilemma die noch ungelöste Entwicklungsaufgabe" (D. Schnarch)

Wir werden dafür nicht nur über Probleme und Belastungen sprechen, sondern uns auch damit beschäftigen, welche Kraftquellen und Ressourcen Sie haben, wieder entdecken oder neu aufbauen können.

Was kann ich für Sie tun?

Mit wissenschaftlich fundierten Methoden kann ich Ihnen anbieten, dass wir zusammen an Ihren Problemen arbeiten. Sie als Experte für sich selbst, ich als Expertin für Psychotherapie bilden dabei ein Team, damit Sie die von Ihnen gewünschten Änderungen erreichen.

Ich habe in meiner Praxis seit meiner Niederlassung den Gruppentherapie-Schwerpunkt immer weiter ausgebaut. Dadurch können die spezifischen Gruppentherapie-Effekte zusätzlich zu den einzeltherapeutischen Wirkfaktoren genutzt werden und die Wartezeiten sind deutlich kürzer. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Gruppentherapie

Psychische Erkrankungen sind z.B. emotionale Störungen wie Depressionen, Bipolare Störungen, Angststörungen, (wiederholte und das Leben einschränkende) Panikattacken, Zwänge, soziale Ängste, Überlastungs- und Stressreaktionen, Schlafstörungen, Anpassungsstörungen, unnormale Trauerreaktionen, unnormale Reaktionen auf Traumata, Essstörungen,  Persönlichkeitsstörungen, Psychosen.

Sie gehen oft einher mit Selbstunsicherheit, starker Niedergeschlagenheit oder starken Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, trüben oder verzweifelten Gedanken oder mit körperlichen Erscheinungen wie Schwindel, Zittern, Schwitzen, Hyperventilation (unnormale Atmung oder Luftnot), Unwirklichkeitsgefühlen, Ohrgeräuschen (Tinnitus) etc.

Auch der bessere Umgang mit körperlichen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Schmerzen, Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn), etc. kann erlernt werden und fällt unter den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen.

Wenn Sie bereit sind, auch in einer Gruppentherapie mitzuarbeiten und sich Zeit für die Sitzungen nehmen können, kann ich Ihnen in der Regel innerhalb weniger Wochen ein Vorgespräch anbieten. Wenn für Sie nur eine reine Einzeltherapie in Frage kommt, ist es wahrscheinlich sinnvoller, sich bei reinen Einzeltherapiepraxen um einen Platz zu bemühen.

! Schwere Suchtprobleme werden von mir nur nach vorheriger stationärer Entwöhnung behandelt. Wenn Sie oder andere finden, dass ihr Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln, auch zum Beispiel Spielen, nicht in Ordnung ist, sind die Suchtberatungsstellen Ihres Landkreises die richtige Anlaufstelle. Hier finden Sie die Suchtberatungsstelle Tübingen. Suchtberatungsstellen sind bei Suchtproblemen die erste Anlaufstelle und können den Weg in weitere Richtungen (z.B. Selbsthilfegruppen, stationäre Therapie, usw) bahnen.

! Bei Schizophrenie, Psychosen und Bipolaren Störungen ist regelmäßig eine psychiatrische Mitbehandlung erforderlich. Auf dieser Seite können Sie gezielt nach Fachärzten und Fachärztinnen für Psychiatrie suchen: arztsuche-bw.de

Bei anderen Störungen kann diese fallweise sinnvoll oder notwendig sein (bei einem Facharzt/einer Fachärztin für Psychiatrie).

Sprachkenntnisse

Meine Gruppen finden auf Deutsch statt, im Bedarf kann eine Übersetzung vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt stattfinden für einzelne Wörter oder Sätze, nicht jedoch für die gesamte Gruppensitzung.

Es kommt nicht auf perfekte Sprachkenntnisse an. Wenn Ihre deutschen Sprachkenntnisse schlecht sind, wägen Sie bitte für sich ab, inwieweit Sie sich eine deutschsprachige Gruppentherapie grundsätzlich zutrauen. Kommen Sie mit Deutsch im Alltag zurecht, auch wenn es nicht flüssig ist oder die Grammatik fehlerhaft? Verstehen andere meistens, was Sie meinen und Sie meistens auch die anderen? Ist Englisch eine Ausweich-Option für einzelne Wörter oder Sätze? Bedenken Sie bei dieser Abwägung bitte auch, dass einzelne Gruppenteilnehmer vielleicht gar kein oder schlecht Englisch können! Wie gut kommunizieren Sie nonverbal?

Wenn Sie möchten, machen Sie in der Schnuppergruppe gerne den Praxistest!

Hier können Sie gezielt nach Therapeut*innen suchen, die eine auch von Ihnen gesprochene und verstandene Sprache sprechen und Einzeltherapien durchführen. klicken Sie dafür auf "Zur erweiterten Suche".